Max Jacoby – Leben und Werk eines jüdischen Fotografen

Wechselausstellung

Kulturzentrum Festung Ehrenbreitstein | Landesmuseum Koblenz
Haus der Kulturgeschichte
15. Mai bis 6. September 2020

Der Fotograf Max Jacoby aus Koblenz wäre 2019 100 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass zeigt das Landesmuseum in Kooperation mit dem Stadtarchiv Koblenz eine umfassende Ausstellung mit Arbeiten aus seinem Nachlass, den das Landesmuseum Koblenz 2014 übernehmen konnte. Als Sohn der jüdischen Kaufhausbesitzer Meta und Johann Jacoby emigrierte er 1937 nach Argentinien. Sein Interesse an Fotografie und Film machte er dort zum Beruf und arbeitete ab 1949 als selbständiger Fotograf. In den 1950er-Jahren war er Mitglied der Fotografengruppe „La Carpeta de los Diez“, die vornehmlich aus Immigranten bestand. Deren Bildvorstellungen orientierten sich an der modernen Lifefotografie der Nachkriegsjahre. Nach anfänglichem Zögern kehrt er 1957 zurück nach Berlin und arbeitete als freier Fotograf für Presse, Film, Plattenfirmen, Buch- und Zeitschriften-Verlage.

aktuelle Informationen Coronavirus

Die Ausstellung ist für Besucherinnen und Besucher geöffnet. Durch ein individuell entwickeltes Hygienekonzept kann es zu Veränderungen beim Besuch und zu eventuellen Wartezeiten kommen. Bei Ihrem Besuch der Ausstellungsräume sind wir verpflichtet, zur Nachverfolgbarkeit Ihre Kontaktdaten abzufragen. Begleitprogramme, Angebote für Gruppen und Veranstaltungen können aufgrund der aktuellen Lage momentan leider nicht stattfinden.
Wir bitten um Ihr Verständnis!

Datum: 29.05.2020 |

Begleitprogramm

„Max Jacoby – Mit der Kamera um die Welt“

Die Führung erzählt zunächst Details aus der Kinder- und Jugendzeit des 1919 in Koblenz geborenen und aufgewachsenen jüdischen Fotografen Max Jacoby. Seine Jugend steht beispielhaft für Diskriminierung und Verfolgung während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland bis zur Reichspogromnacht 1938. Mit 17 Jahren emigriert Jacoby alleine und mit gefälschten Papieren von Berlin aus nach Argentinien. Im zweiten Teil werden der Fotograf Max Jacoby vorgestellt sowie seine Arbeitsschwerpunkte in Buenos Aires, Berlin und Israel. Hier werden wir der Frage nachspüren, inwieweit sich die Biografie Jacobys in seinem Werk wiederfindet.

Für: Jugendliche ab 16 Jahren, Oberstufenschulklassen und Erwachsene (10–20 Personen oder Schulklassen)
Dauer: ca. 60 Minuten
Kosten: 40 € pro Gruppe, zzgl. Festungseintritt
Anmeldung: erforderlich bei der Museumspädagogik des Landesmuseums Koblenz: 0261 6675 1510 oder museumspaed.lmk(at)gdke.rlp.de
Termine: nach Vereinbarung, möglich Mo bis Fr, zwischen 10 und 18 Uhr

„Die Jacobys und das jüdische Leben in Koblenz (1919 – 1938)“
Themenführung in der Ausstellung „Max Jacoby“ durch Frau Dr. Petra Weiß

Der in Koblenz geborene Fotograf Max Jacoby erlebt als Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie eine behütete Kindheit. Doch ab 1933 leidet die Familie zunehmend unter der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik. Die Familien- und Firmengeschichte der Jacobys steht beispielhaft für die Diskriminierung, Ausgrenzung und Entrechtung der Juden bis zur Reichspogromnacht 1938. Schließlich sieht die Familie nur noch den Weg in die Emigration, die Max Jacoby mit 17 Jahren allein und mit gefälschten Papieren von Berlin aus nach Argentinien führt.
Im Anschluss an die Führung ist Gelegenheit, sich die weitere Ausstellung mit Fotografien Jacobys, besonders aus den 1960er- und 1970er-Jahren, in Eigenregie anzusehen.

Für: Jugendliche und Erwachsene
Treffpunkt: Eingang zur Ausstellung „Max Jacoby“
Kosten: 3,00 € (erm. 2,00 €) zzgl. Festungseintritt
Anmeldung: nicht erforderlich
Termine: So, 03. Mai 2020 und So, 07. Juni 2020; jeweils 15:00 bis 15:45 Uhr

„Max Jacoby – Koblenzer Jude, globaler Fotograf“
Themenführung in der Ausstellung „Max Jacoby“ durch die Kuratorinnen Dr. Petra Weiß und Katrin Seidel

Der 1919 in Koblenz geborene und aufgewachsene Fotograf Max Jacoby erlebt in seiner Kindheit und Jugend schwierige Zeiten mehrerer Umbrüche, bis er mit 17 Jahren allein und mit gefälschten Papieren von Berlin aus nach Argentinien emigriert. Erfahren Sie Details aus seinem Leben als Koblenzer Jude sowie über seine Familie und die Fluchtvorbereitungen. Sie stehen beispielhaft für Diskriminierung und Verfolg von Juden während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft bis zur Reichspogromnacht 1938.
Im zweiten Teil der Führung wird der Fotograf Max Jacoby vorgestellt sowie seine Arbeitsschwerpunkte in Buenos Aires, Berlin und Israel. Ein großer Teil seiner Arbeiten stammt dabei aus den 1960er und 1970er Jahren.

Für: Jugendliche und Erwachsene
Treffpunkt: Eingang zur Ausstellung „Max Jacoby“
Kosten: 3,00 € (erm. 2,00 €) zzgl. Festungseintritt
Anmeldung: nicht erforderlich
Termine: So, 05. April 2020 und So, 05. Juli 2020; jeweils 15:00 bis 16:00 Uhr